FOTO: Lisbeth Michelsen

Für jeden mit Facharbeiter- oder Gesellenbrief

Machen Sie den Meisterbrief!
Verschaffen Sie sich einen Vorsprung
Wenn Sie einen Facharbeiter- oder Gesellenbrief haben, können Sie mit einem Meisterbrief Ihre Karriere toppen.

Machen Sie Ihren Meister, und es wird es leichter, einen eigenen Betrieb zu gründen oder eine leitende Stellung in einem Betrieb zu bekommen.

Als ausgebildeter Meister haben Sie mehr Auswahlmöglichkeiten, Sicherheit und einen Konkurrenzvorsprung.

Moderne Ausbildung zur Führungskraft


Die Meisterausbildung ist den Ansprüchen angepaßt, die Führungskräfte in Handwerksbetrieben erfüllen müssen.

Das Interesse für die Ausbildung zum Meister ist bei den Handwerksbetrieben groß. Es gibt heute mehr als 18 000 registrierte Meister, und jedes Jahr kommen ca. 400 neue dazu.

Über 70 verschiedene Handwerke

Der Meistertitel wird  uber 70 verschiedenen Handwerken vergeben (siehe Rückseite der Broschüre). Die Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule angeboten (Folkeuniversitet).

Der Weg zum Meister

Um den Meister zu machen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

Sie müssen:
  • volljährig und in Norwegen wohnhaft sein
  • den Fach- oder Gesellenbrief in einem Handwerk haben
  • 6 Jahre Berufserfahrung im Fach oder 2 Jahre Praxis nach der Gesellenprüfung haben
  • Prüfungen in den Grundfächern und im berufsspezifischen Unterricht bestehen
  • es muß dem Antrag auf Ausbildung zum Meister stattgegeben werden


Fachhochschule
Der Meisterprüfungsausschuß arbeitet in der Ausbildung zum Meister seit vielen Jahren mit der Fachhochschule (FU) zusammen.

Nur die FU darf Prüfungen in den Meisterfächern anbieten.

Die Ausbildung wird in 80 Fachrichtungen der FU angeboten. Das Angebot wird Ihnen von der FU in der Nähe Ihres Wohnortes gemacht, eventuell als vollwertiges Fernstudium kombiniert mit Schulunterricht.

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer FU vor Ort oder mit der FU-Zentrale auf,

Tel. 22 98 88 00. Weitere Informationen über die FU finden Sie im Internet unter: www.fu.no.

Die Ausbildung zum Meister

Die Grundfächer

Die Grundfächer machen insgesamt 160 Unterrichtsstunden aus.

Der fachübergreifende Lehrplan bezieht die Berufserfahrung der Schüler ein.

Betriebsinterne Organisation und Führung

  • Entwicklung und Eigenschaften von Unternehmensformen
  • Was ist Führung ?
  • Wahrnehmung von Führungsaufgaben im Handwerksbetrieb
  • Die Rahmenbedingungen des Betriebes - Flexibilität und Problemlösung bei geänderten Rahmenbedingungen
  • Aktuelle Gesetze und Vorschriften
  • Betriebliche Organisation
  • Personalführung - Einstellung von Personal, Motivation, Schulung und Zuweisung von Aufgaben
 
Marketing 
  • Marketing als ein Teil der Führungsfunktionen
  • Gesetze und Vorschriften
  • Marktstrategie, Wahl der Produktpolitik und der Mittel
  • Kommunikation und Wahl der Medien
  • Internes Marketing

Betriebswirtschaftliche Fächer
 
  • Die Rolle des Betriebes als Ressourcenverwalter
  • Betriebsgründung, Finanzierung, laufende Geschäftstätigkeit und Abwicklung
  • Wirtschaftliche Führung - Betriebswirtschaftliche Kontrolle - Wirtschaftliche Planung
  • Betriebliche Buchhaltung - Bilanzbuchhaltung
  • Kalkulation - Zusammenhang Buchhaltung/Betriebskalkulation - Nachkalkulation und Bilanzanalyse
  • Einschätzung von Kapitalbedar


Fachspezifischer Unterricht
Der fachspezifische Unterricht macht 75-200 Unterrichtstunden aus. Das vorrangige Ziel dieses Kurses ist es, eine grundlegende Einführung in die fachlichen Führungsaufgaben und in die für Ihr Handwerksfach spezifischen Themen zu geben.

Während der Ausbildung wird Wert darauf gelegt, die Verantwortung eine Meisters und die Haltung, die er vertreten sollte, bewußt zu machen.

Wichtig: In den bauhandwerklichen Fächern wird nach der Facharbeiterprüfung ein Jahr Praxis vorausgesetzt, bevor man mit dem fachspezifischen Unterricht beginnt.

Examen

Die Grundfächer für alle Ausbildungsbereiche schließen mit einem fachübergreifenden, schriftlichen Examen ab. Im fachspezifischen Unterricht wird zusätzlich für jedes einzelne Meisterfach eine schriftliche Prüfung veranstaltet.

Es besteht auch die Möglichkeit, sich als externer Prüfling zum Examen anzumelden. Dafür gibt es eigene Richtlinien.

Vorbereitungskurs

Auf Wunsch wird ein Vorbereitungskurs in Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) veranstaltet. Der Einsatz von IKT als Werkzeug fließt in die gesamte Ausbildung mit ein.

Praktische Durchführung

Um einen Kurs in den Grundfächern belegen zu können, müssen Sie den Facharbeiter-, bzw. Gesellenbrief und ein Jahr Praxis haben.

Das "Werteschaffungsjahr" ("Verdiskapningsåret") in der Facharbeiter-, bzw. Gesellenausbildung nach der 94er Reform wird als Berufserfahrung anerkannt.

Sowohl die Grundfächer als auch die berufsspezifischen Fächer werden in den meisten Orten als Abendkurse angeboten, an einigen Orten auch in Form von Wochenendseminaren

In Sandefjord finden die Kurse tagsüber statt. Das Fernstudium aller Kurse ist in Vorbereitung.

Die Grundkurse dauern zwei Semester. Ab Herbst 2002 gilt dies auch für den fachspezifischen Unterricht in den bauhandwerklichen Fächern, während die anderen berufsspezifischen Fächer ein Semester dauern.

Für das Lernen zu Hause müssen Sie mindestens genauso viel Zeit veranschlagen wie für den Unterricht.

Die Meisterbriefverordnung und der Meisterprüfungsausschuss

Das Gesetz für Meisterbriefe im Handwerk und anderen Wirtschaftszweigen bestimmt den Rahmen für die Meisterbriefregelung. Das Gesetz legt fest, dass nur derjenige, der im Besitz eines Meisterbriefes ist, das Recht hat, sich Meister zu nennen.

Das Wirtschafts- und Handelsministerium ernennt den Meisterprüfungsausschuss, der die Einhaltung der Regeln überwacht.

Der Meisterprüfungsausschuss legt fest, welche Bedingungen zur Erteilung des Meisterbriefes an Ausbildung und Praxis geknüpft werden sollen und ist für die Vergabe des Briefes zuständig.

Der Ausschuss kann bei Nichteinhaltung der Regeln oder grober Nachlässigkeit von seinem Recht gebraucht machen, den Meistertitel abzuerkennen.

Der Ausschuss bestimmt, welche Fächer von der Regelung betroffen sind.

Ein wichtiger Aufgabenbereich des Ausschusses ist es, über die Meisterverordnungen zu informieren.

Dem Verbraucher gegenüber wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit Wert darauf gelegt, dass der Meisterbrief Sicherheit und Qualität garantiert.

Die Meister werden auch auf dem laufenden gehalten über Fortbildungsangebote sowie über die weitere Entwicklung der Regeln, unter anderem durch "Mester`n".

Durch die Ausbildung zum Meister wird der Nachwuchs gesichert.

Haben Sie noch Fragen ?

Nehmen Sie Kontakt auf zum Meisterbriefprüfungsausschuss für weitere Information.

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